Über Xing hat mich ein lieber ehemaliger Kollege gefunden (das “Ding” ist also doch zu etwas gut…) Da aber in dem Netzwerk meine Worte gezählt werden, mailen wir ganz “klassisch”. Er schreibt:

schön, das du so engagiert blogst. hätte ich mehr zeit, würde ich mehr lesen, den es liest sich sehr gut. vielleicht ja dann demnächst….

Natürlich freut mich das Lob, aber von engagiertem Bloggen kann wahrlich keine Rede sein. Ich bin verunsichert. Wen interessiert das überhaupt? Was soll das? Und überhaupt, “hätte ich mehr Zeit”, würde ich dann wirklich neben Tageszeitung, Online-Ticker, Fachpresse, Branchennewsletter, Mails, Tweets noch diesen einen bedächtig blubbernden Blog zusätzlich abonnieren? Ich votiere für die Social Media Pause, aber die echten Onliner sind da anders. Sie können nicht genug bekommen, nicht von den Newsletter der Firmen und Marken und auch nicht von ihren Social-Media-Seiten.  Das gilt zumindest für ein Viertel der Internetnutzer, wie eine kajomi-Umfrage unter 1.000 Internetnutzern ergab. Die Mehrheit, das sind die “Alten”, bevorzugen zwar nach wie den Newsletter, während jüngere User (16-34 Jahre) den auch schon mal zugunsten von Social Media abbestellen. Dennoch macht wuv daraus den Titel “Social Media verdrängt den Newsletter nicht”. Aber ist das wirklich eine gute Nachricht? Ganz ehrlich, ich mag Newsletter nicht. Sie kommen immer, wenn man sie nicht braucht und wenn man sie braucht, findet man die entscheidende News nicht. Daher lösche ich nicht selten ungelesen, bestelle ab, wenn ich dazu komme. Sollte ich doch mal lesen, ärgere ich mich über die Zeitfresser. So wie jetzt gerade bei diesem wuv Media Newsletter. Ich habe doch weiß Gott anderes zu tun…

Umfrage: Social Media verdrängt Newsletter nicht

Umfrage: Social Media verdrängt Newsletter nicht

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geschrieben von Deike, unter Allgemeines, Marketing. Am: 29 Juli, 2010 | Artikel kommentieren »

Lebe den Augenblick, steht auf der Seite des Wellness Magazins La Vista. Für viele Journalisten, Fotografen und Druckereien klingt das wie Hohn. Wochen- ja monatelang hatten sie umsonst für das Magazin gearbeitet. Natürlich nicht wissentlich, aber doch mit System, erzählt mir die vorletzte Redaktionsleiterin. Das geht so: Die Freiberuflerin kriegt ein gutes Angebot, nämlich Redaktionsverantwortung mit der Perspektive, die Ausrichtung des Magazins mitzugestalten. Das macht Spaß, ist abwechslungsreich und die Journalistin kniet sich voll in die Sache rein. Allerdings möchte sie spätestens nach der zweiten Ausgabe auch endlich ein Honorar sehen. Die Herausgeberin zahlt eine erste Rate und erklärt das mit momentanen Marktturbulenzen (passt ja irgendwie immer). Was wiederum die Redakteurin wurmt, aber sie stellt dennoch noch eine weitere Ausgabe fertig - ist doch Ehrensache! Inzwischen ist der Ton aber heftiger geworden und die Herausgeberin hat nach einer Nachfolge Ausschau gehalten.  Die engagiert sich schon mal für die nächste Ausgabe (siehe oben), während die alte Redaktionsleiterin nun Mahnungen schreibt…

So dumm kann doch kein Journalist sein! Doch, kann, wobei man sagen muss, dass es auch Layouter, Druckereien und Fotografen getroffen hat. Liegt also nicht an der Branche, aber sicher auch ein wenig am Freiberuflerdasein und Einzelkämpfertum. Und warum schreibt dann keiner darüber? Journalisten schreiben nicht gern über sich, schon gar nicht, wenn sie sich blamiert haben. Stattdessen sieht jeder zu, wie er sein Schäflein ins Trockene bringt.  Zum Ärger der Kollegin: Sie steht an 20. Stelle der Klägerliste. “Die 8.000 Euro kann ich wohl vergessen”, meint die Freiberuflerin. Es wird eng für sie auf dem Markt, Healthy Living eingestellt, Emotion verkauft, Auflagen und Seitenzahlen im freien Fall.

Was heißt das nun für alle, die vom Traumberuf Journalismus schwärmen. Finger weg, warnt die langjährige Journalistin ihre Kinder. Und wenn es aber doch unbedingt sein muss, dann nicht daheim ins Home Office zurückziehen, sondern den Austausch mit anderen in lebendigen Bürogemeinschaften suchen.

Jäh wach gerüttelt: Traumberuf Journalismus

Jäh wach gerüttelt: Traumberuf Journalismus

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geschrieben von Deike, unter Journalismus. Am: 30 Juni, 2010 | Artikel kommentieren »

Alice schickt mir eine Rechnung

Alice schreibt mir

Post von der schönen Italienierin bzw. dem Unternehmen, dem sie seit fünf Jahren ihr Gesicht leiht. Das verheißt nichts Gutes, wird doch sonst alles digital im Kundencenter abgelegt. Und richtig, es ist eine Rechnung, die eben nicht unter die übliche digitale Monatsrechnung fällt. Sie kommt extra ins Haus, weil ich eine Servicerufnummer der Deutschen Telekom in Anspruch genommen habe: den ganzen Artikel lesen »

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geschrieben von Deike, unter Allgemeines. Am: 31 Mai, 2010 | Artikel kommentieren »

27  Apr
Face ohne Gesicht

“Das ist ja ein Ding”, entfährt es meinem IT-Berater. Als er sich bei web.de zu Testzwecken einloggt, wird er als Facebook-Mitglied begrüßt. Dabei dürfte den Netzkenner nun wirklich nichts mehr überraschen: Google sammelt die Suchanfragen seiner Nutzer und der Arbeitgeber informiert sich über die Ausbildungsplatzbewerber im Netz. Das wissen wir und nehmen es hin: Mein IT-Berater ist aus beruflichen Gründen in sozialen Netzwerken registriert, wie er sagt. Erst bei Xing, wo er dubiose Anfragen bekam, dann bei Facebook. den ganzen Artikel lesen »

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geschrieben von Deike, unter Gründer, Marketing. Am: 27 April, 2010 | Artikel kommentieren »

Wo früher immer jemand - und sei es nur stellvertretend - abnahm, verhallt mein Anruf im Orbit: in der Reise Redaktion von “Healthy Living” scheint nichts mehr zu gehen. Das macht mich skeptisch, liest und hört man doch allerorts so viel von Redaktionszusammenlegungen, Anzeigenkrise, Sparmaßnahmen bei den Verlagen. Ich rufe in der Gruner + Jahr-Zentrale an. Richtig ja, die Redaktion ist ausgezogen und hat ein komplett neue Nummer. Ich rufe 41188250 an, nach langem Klingeln geht die Redaktion vom ok! Magazin ran (4118825101): Nee, mit Gruner + Jahr habe man nun wirklich nichts zu tun. Ich rufe noch mal die Zentrale an, erhalte noch einmal die selbe Telefonnummer und die Auskunft, eine andere habe man nicht. den ganzen Artikel lesen »

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geschrieben von Deike, unter Pressearbeit. Am: 6 April, 2010 | 1 Kommentar »

Früher sah intellektuelles Arbeiten so aus: Man hatte ein Problem, schrieb es auf, dachte nach - mit Glück bis zur Lösung. Heute ist alles ganz anders, wie Science-Fiction Autor Bruce Sterling in einem Essay, erschienen in der FAZ schreibt:

1. Ich gebe das Problem in eine Suchmaschine ein, vielleicht hat es irgendjemand ja schon gelöst.
2. Ich beschreibe das Problem in meinem Blog und studiere die Kommentare mitsamt ihren Links.
3. Ich formuliere mein Problem mit nicht mehr als 140 Zeichen in Twitter - mal sehen, ob ich es so knapp zusammenfassen kann. Und ob es weitergetweetet wird.
4. Ich mache ein quelloffenes Problem daraus und füge einige Instruktionen hinzu, die zeigen, wie weit ich gekommen bin, und schaue dann, ob die Gemeinschaft es ein Stück weiter schafft.
5. Mit Hilfe von Ning starte ich ein soziales Netzwerk über mein Problem, benenne es nach ihm und warte ab, ob sich eine Gruppe um mein Problem bildet.
6. Ich mache ein Video über mein Problem, lade es bei Youtube hoch und warte ab, ob es sich viral verbreitet und ob sich eine Medienkonzentration um es bildet.
7. Ich mache einen Entwurf, der so tut, als wäre mein Problem schon gelöst, designe also irgendeinen Apparat, eine Anwendung, ein Produkt, das etwas mit meinem Problem zu tun hat, und schaue dann, ob jemand es wirklich baut.
8. Ich verschärfe oder vergrößere mein Problem mit einer interventionistischen taktischen Medienaktion.
9. und letztens: Ich suche im „Looking into the Past“-Pool der Online-Fotoplattform Flickr (bei dem jeweils ein historisches Foto mit einer passenden aktuellen Aufnahme kontrastiert wird) nach ein paar hübschen Illustrationen.

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geschrieben von Deike, unter Allgemeines. Am: 18 März, 2010 | Artikel kommentieren »

Kommunikationsberater Klaus Eck sucht einen Social Media Experten. Bewerben kann sich jeder, der mit Twitter, Facebook und Co. umgehen kann und dieses auch gleich unter Beweis stellt: Die Bewerbung ist ausschließlich über den Microblogging-Dienst Twitter möglich. Erfahrung, Eignung, Gehaltsvorstellung – für jeden Punkt schicken die Kandidaten eine Direktnachricht von bis zu 140 Zeichen los, die im Unterschied zu den klassischen Tweets nicht öffentlich ist, wie Klaus Eck betont. Dafür bauen Agentur und Kandidat eine Verbindung auf, die zwar nach außen sichtbar, aber nicht einsehbar ist – Außenstehende können die Inhalte nicht lesen. Ein halbes Jahr lang will Eck dann seinen Kandidaten folgen, ihre Tweets lesen und die Qualität der Follower unter die Lupe nehmen, bevor er sich für einen der Jobaspiranten entscheidet. den ganzen Artikel lesen »

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geschrieben von Deike, unter Marketing. Am: 22 Februar, 2010 | Artikel kommentieren »

Was bleibt, sind Geschichten, haben Neurowissenschaftler herausgefunden. Und schon sind Marketing-Seminare zum Thema “Storytelling” en vogue. Aber die beste Story nützt nix, wenn Sie den Kontakt zu denen, die ihre Geschichten verbreiten sollen, nicht pflegen. den ganzen Artikel lesen »

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geschrieben von Deike, unter Journalismus, Pressearbeit. Am: 1 Februar, 2010 | Artikel kommentieren »

Kaum haben wir blinkende Tannenbäume, tanzende Schneeflocken und bepackte Weihnachtsmänner  hinter uns gelassen, da starten wir schon wieder mit besten Grüßen ins neue Jahr. Richtig ist hier übrigens die Kleinschreibung, auch wenn die Großschreibung durchaus schick und auf vorgedruckten Karten anzutreffen ist. Aber das unterscheidet eben das Neue Testament vom neuen Jahr, den Eigennamen von der simplen Summe zweier Einzelteile aus Adjektiv plus Substantiv. den ganzen Artikel lesen »

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geschrieben von Deike, unter Allgemeines, Marketing. Am: 2 Januar, 2010 | Artikel kommentieren »

7,95 für 30 Tage Online-Redaktion abendblatt.de. Das ist im Grunde genommen ein fairer Preis, nämlich knapp 30 Cent pro Tag, wie Vize-Chefredakteur Matthias Iken ivorrechnet, der zugleich fragt, ob das denn zu viel verlangt sei “in Zeiten, wo aufgeschäumter Kaffee im Pappbecher drei Euro kostet.” Das ist ein wenig das Problem bei dem Editorial , der Ton ist larmoyant, voller Selbstzweifel (”vielleicht ist es selbstmörderisch…”) und zugleich vorwurfsvoll. den ganzen Artikel lesen »

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geschrieben von Deike, unter Allgemeines, Journalismus. Am: 23 Dezember, 2009 | Artikel kommentieren »

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