Früh übt sich, heißt es in Hamburger Schulen. Weshalb Berufsorientierung in der Grundschule schon großgeschrieben wird. Und in der siebten Klasse gibt es das erste Schnupperpraktikum. Vorzugsweise absolviert im Betrieb bei Mami oder Papi. Dumm nur, wenn die Eltern langweilige Bürojobs haben, ein Home Office betreiben oder gerade arbeitslos sind. Und überhaupt haben pädagogisch gebildete Eltern scharenweise versagt, als sie ihren Sprösslingen das Schwimmen, Klavierspiel oder englische Konversation beibringen wollten. Die Rolle Eltern und Unterrichtender sind eben doch nicht immer kompatibel. Schön also, wenn sich ein Siebtklässler Gedanken macht, wo er oder sie sein erstes Praktikum absolvieren möchte, sich hinsetzt und eine “Bewerbung” schreibt. Diese nicht gerade formvollendet, aber charmant. Schade aber, wenn dann die Unternehmen auf stur stellen, mit Fristen oder generellen Restriktionen abwinken: “Schnupperpraktika machen wir gar nicht und dieses Jahr sind wir komplett ausgebucht. So kurzfristig kann man sich nicht bei uns bewerben.” Dabei wissen die Siebtklässler erst seit ein paar Wochen, dass sie ein 3-Tages-Praktikum absolvieren sollen. Unmöglich sich darauf, ein Jahr im Voraus zu bewerben.

Timo
So stand mein Sohn da in der Miniatur Wunderland Hamburg GmbH und wurde seinen Brief an Herrn Frederik Braun nicht los. Wir haben ihn dennoch abgesandt und warten jetzt zumindest auf eine schriftliche Antwort. So einfach dürfen die Unternehmen nicht von ihren Verpflichtungen freikommen. Sie sind es doch, die mehr Berufsorientierung von den Schulen verlangen.

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geschrieben von Deike, unter Bildung. Am: 17 Februar, 2008 | Artikel kommentieren »