Pressearbeit, das passende Image, die richtige Außenwahrnehmung, alles eine Frage der treffsicheren Kommunikation. Für den Mannheimer Imageberater Dirk Pfister gilt das vor allem für das Outfit. “Ich muss wissen, mit welchen Erwartungen habe ich es zu tun und was sind meine Botschaften, die ich über die Kleidung transportieren will”, sagt er im Abendblatt-Interview. Dass Kleidung Botschaften kommuniziert, ist das eine. Aber auch Kommunikation ohne Kleidung, gemeint ist das Telefonat, transportiert Botschaften. Wenn mich beispielsweise Dirk Pfister zu Beginn des Telefoninterviews darauf hinweist, dass er das Gespräch mitschneiden möchte,  weil er einfach schon zu oft erlebt habe, dass er anders gedruckt wurde, als er es gesagt (oder vielleicht nur gemeint habe), dann ist das eine versteckte Drohung: Wenn du mich nicht beim Wort nimmst, hat das (rechtliche) Konsequenzen. Ich kann das zwar in gewisser Weise nachvollziehen, es gibt sicher auch unsaubere Recherchen, knallharte Verkürzungen von Aussagen und sicher auch mal Missverständnisse bei den Journalisten. Aber zunächst einmal schafft der Imageberater damit keinen guten Gesprächseinstieg. Bewusst riskiert er sogar, dass der eine oder andere Redakteur sich an dieser Stelle verabschiedet und sich lieber einen anderen Gesprächspartner sucht - Etiketten-Trainer gibt es schließlich zur Genüge. Ich dagegen nehme den Ball auf und spiele in freundlich zurück, indem ich vorschlage, die Zitate vor Abdruck zur Freigabe zu schicken. Allerdings mit keinem guten Gefühl: Hätte nicht Herr Pfister auch gleich darum bitten können? Die Schere im Kopf bleibt, Herr Pfister kommt im Text kürzer weg als seine Kollegin Nandine Meyden und ich werde ihn wohl nicht noch einmal befragen. den ganzen Artikel lesen »

Share/Save/Bookmark

geschrieben von Deike, unter Pressearbeit. Am: 5 August, 2008 | Artikel kommentieren »