Das Leben ist ein einziger Bewerbungsmarathon, um Aufmerksamkeit, Liebe, Erfolg. Im klassischen Sinne fängt es spätestens mit der Mittelstufe an. Mein Sohn hat mit 13 seine erste Bewerbung geschrieben und dafür eine Drei sowie Streit mit mir kassiert. Weil ich gegen die Praxisferne der Lehrerin gewettert und meinen eigenen Stil durchgesetzt hatte: die Absenderadresse mittig statt linksbündig, Indikativ statt Konjunktiv und die Einleitung persönlich statt formal. Aber die Lehrerin bestand auf den gelernten Standards und dem Eingangssatz „hiermit möchte ich mich um einen Betriebspraktikumsplatz bewerben“ - vermutlich irgendeinem veralteten Lehrwerk entnommen. “Ohne Dich“, schimpft mein Sohn, „hätte ich mindestens eine Zwei für die Bewerbung bekommen.“ Aber damit noch lange kein Praktikumsplatz, kontert Gerhard Winkler. Für den Berliner Autoren sind weder Eltern, noch Pädagogen die besten Ratgeber. „Eltern sind zu oft auf dem Stand von 1980, viele Lehrer nicht von dieser Arbeitswelt.“ den ganzen Artikel lesen »
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