Kaum haben wir blinkende Tannenbäume, tanzende Schneeflocken und bepackte Weihnachtsmänner hinter uns gelassen, da starten wir schon wieder mit besten Grüßen ins neue Jahr. Richtig ist hier übrigens die Kleinschreibung, auch wenn die Großschreibung durchaus schick und auf vorgedruckten Karten anzutreffen ist. Aber das unterscheidet eben das Neue Testament vom neuen Jahr, den Eigennamen von der simplen Summe zweier Einzelteile aus Adjektiv plus Substantiv. den ganzen Artikel lesen »
7,95 für 30 Tage Online-Redaktion abendblatt.de. Das ist im Grunde genommen ein fairer Preis, nämlich knapp 30 Cent pro Tag, wie Vize-Chefredakteur Matthias Iken ivorrechnet, der zugleich fragt, ob das denn zu viel verlangt sei “in Zeiten, wo aufgeschäumter Kaffee im Pappbecher drei Euro kostet.” Das ist ein wenig das Problem bei dem Editorial , der Ton ist larmoyant, voller Selbstzweifel (”vielleicht ist es selbstmörderisch…”) und zugleich vorwurfsvoll. den ganzen Artikel lesen »
Wer einmal innerdeutsch mit der Lufthansa fliegt, wird sich um die Zukunft von Print keine Sorgen machen. Eine Tageszeitung, Boulevard oder ein Wirtschaftstitel gefällig? Keine Frage, am besten gleich alles drei auf einmal und das Konkurrenzblatt im Kleinformat noch dazu - kostet ja nix und wer weiß, ob der Platz in der Mitte nicht doch noch umfangreich besetzt wird. So papierbeladen machen sich die Fluggäste auf den Weg, noch ein letztes Handytelefonat direkt neben der Schlange am Einstieg - damit es auch wirklich jeder mitbekommt - dann “schalten Sie bitte ihre elektronischen Geräte” aus und konzentrieren sich ganz auf das gedruckte Wort. Blätterrauschen an Bord, neben dem Brummen der Motoren und Pappton aus dem Kaffeebecher vielleicht die einzigen Geräusche, eine gute Stunde lang, denn die innerdeutschen Flugzeiten sind nun einmal begrenzt. Dann heißt es abschnallen, zum Handy greifen und einen Berg aus Papier hinter sich lassen. Willkommen im Funky Business! den ganzen Artikel lesen »
Mein IT-Berater wurde heute sehr früh geweckt, es war kurz nach Mitternacht. Von Frank oder war es Bernd, der sich sogleich entschuldigte. Nicht weil er noch so spät anrief, sondern weil er dem Angerufenen nicht persönlich bekannt war. Er sei der Freund des Bruders von Sonja. Der Name Sonja sagte meinem IT-Berater etwas, wenn auch nichts wirklich Gutes. Mein Computerdoktor ist ein gutmütiger Mensch, und so wurden auch Franks Fragen nach anfänglichem Murren ferndiagnostisch beantwortet. Ob es geholfen hat, soll hier nicht weiter interessieren: Es geht um die Schamlosigkeit des Erstkontaktes. E-Mails, SMS und Anrufe rund um die Uhr, wann immer es gerade in den Kram passt und egal, ob es dem Angerufenen passt. den ganzen Artikel lesen »
“Twitter und Journalismus sind ein Traumpaar“, meint Christian Lindner, Chefredakteur der Rhein-Zeitung in einem Beitrag im Medium Magazin. Die RZ nennt sich ein twitterfreundliches Leitmedium in der Region Mittelrhein. In den Tweeds des RZ-Chefredakteurs steht etwa:
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RZ hat Mi Interview mit Ex-Finanzminister Mittler. Nennt WDR-Film contra Maria Laach “Schurkenstück” und sieht eine Kampagne auch von SWR
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Mittwoch, heute, findet also ein Interview mit einem Ex-Finanzminister, den ich nicht kenne, der aber dem Bund der Steuerzahler bekannt ist und offenbar gegen einen Fernsehjournalisten wettert, der die Benediktiner im heiligen Kloster als Umweltsünder entlarvt hat und dafür jetzt eine saftige Stellungnahme des Abtes erntet. Ein lokaler Skandal, der in die Lokalpresse gehört, aber wer soll mit solchen Ankündigungen etwas anfangen? Ist es eine Anregung, die Zeitung von morgen zu kaufen? den ganzen Artikel lesen »
Liebe Else Buschhauer,
zehn erfolgreiche Blogger-Jahre sind genug, sagen Sie im Spiegel-Interview. Weil Sie inzwischen alles auf seine Verwertbarkeit im Blog prüfen und keine Geschichten mehr kreativ reifen lassen können:
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Bloggen, das sind viele kleine Fehlgeburten, abgetriebene Gedanken, aber eine Geschichte zu einer großen, geschlossenen Form zu bringen, das hat Majestät. |
Das ist die kreative Seite der Geschichte. Ein interessanter Gedanke, wie ich finde. Wenn man alles sofort im Netz veröffentlicht, geht der große Wurf verloren. Ich glaube, da ist was dran. den ganzen Artikel lesen »
Ich hatte ja versprochen mit Alice Schluss zu machen. Was aber ganz neu ist und diesem Weblog noch fehlt, ist ein Lob: Es gehört dem Alice-Mitarbeiter Knut Tessmer. Techniker Tessmer ruft mich an, auch auf Handy und auch am Wochenende. Wenn ich dann keine Zeit habe, verspricht er wieder anzurufen zu einem Zeitpunkt, den ich bestimmen darf. Wenn der dann auch in seine Arbeitszeiten fällt, klappt das ziemlich zuverlässig. Knut Tessmer nimmt sich Zeit für mich und mein Outlook, geht alle Varianten durch von Mail-alice.dsl.de bis zu pop3.hansenet.de und smtp.hansenet.de. Aber immer wieder verlangt das System den Netzwerkschlüssel. Schließlich fragt Herr Tessmer einen Kollegen, wir geben den Server ein, auf dem ich auch webbasiert meine Mails abrufe und fast eine Stunde später, steht die Verbindung. Das Beste aber: Herr Tessmer ruft am nächsten Tag noch mal an, um zu fragen, ob sie auch hält.
Klar so sollte Kundenbindung sein, persönlich, offen, partnerschaftlich. Das macht denn auch alle zufrieden, Kunden, Berater, Unternehmen, pop3 eben. Das Dumme nur, ich darf Herrn Tessmer selbst nicht anrufen, wenn ich eine Frage habe, ich kann ihm auch keine Mails schicken, sondern lande immer nur in der allgemeinen Hotline, in der man so lange warten muss. pop3 als Einbahnstraße, schade eigentlich.
Was ist ein Service wert, den der Kunde selbst einfordern muss? Gar nichts. Genausowenig wie eine Erstattung, um die der Kunde selbst bitten und die er daher auch kennen muss. den ganzen Artikel lesen »
Wennn Sie Altkunden loswerden wollen, machen Sie es so wie Alice: Sie drehen den Kunden einfach den Hahn ab, tun aber so, als sei es ein Serverproblem. den ganzen Artikel lesen »
36 Stunden bin ich nun schon “mailfrei” - und fühle mich keineswegs befreit. “Alice“, mein Telekommunikationsanbieter und Provider hat im Zuge einer Verbesserung des webbasierten Mailservices meinen Mailaccount gekappt und nichts klappt mehr, nicht webbasiert, kein Outlook, kein externer Stick. den ganzen Artikel lesen »