Was bleibt, sind Geschichten, haben Neurowissenschaftler herausgefunden. Und schon sind Marketing-Seminare zum Thema “Storytelling” en vogue. Aber die beste Story nützt nix, wenn Sie den Kontakt zu denen, die ihre Geschichten verbreiten sollen, nicht pflegen. den ganzen Artikel lesen »
Der Pressesprecher der Pilotenvereinigung Cockpit veröffentlicht seine Handynummer im Online Pressebereich, weil Flugkapitäne nun einmal viel unterwegs sind. Aber natürlich ist der Griff zum Handy nicht überall in der Luft möglich (und schon gar nicht erwünscht) und so leistet sich die Pilotenvereinigung einen Pressereferenten. Aber auch der ist mal nicht am Platz - so geschehen bei meiner dpa-Recherche zum Top Drei der angesehensten Berufe in Deutschland . Daher nimmt eine Frauenstimme den Anruf entgegen: Ich nennen meinen Namen, meinen Auftraggeber und mein Anliegen - eine recht banale Frage nach den Kosten für eine Pilotenausbildung. Sie bellt zurück: “Ich bin nicht befugt, Ihnen da Auskunft zu geben. Das kann nur unser Herr Krawitz und der ist zu Tisch.” den ganzen Artikel lesen »
Was ist Dein Beruf, fragt das Patenkind die Tante, die in einer PR-Agentur arbeitet. “Ich verkaufe heiße Luft in Dosen. Wer sie öffnet, kriegt ganz schnell rote Ohren - von den vielen packenden Geschichten, die aus den Dosen kommen”. So kann man es natürlich auch erklären. Eine populäre Sichtweise ist das allerdings nicht, die ist nämlich häufig weit negativer: “The Reality of PR: Smile, Dial, Name Drop, Pray”, behauptet etwa Blogger Michael Arrington in TechCrunch, ein Blog, das sich hauptsächlich mit technologischen Neugründungen im Web 2.0 Sektor befasst. In diesem “innovativen, progressiven, ja revolutionären” Sektor sei es immer noch so: Die Mitteilungen strotzen nur so vor Eigenlob und Werbung, auch wenn sie sich jetzt an Hunderte von selbsternannten Schreibern, Blogger und Twitterer, richten anstatt die wichtigsten sechs Fachjournalisten oder Top Reporter zu überzeugen, wie ein Artikel in der New York Times analysierte. den ganzen Artikel lesen »
Der eloquente DB-Konzernsprecher ist nicht begeistert, dass ich es geschafft habe, selbstständig zu recherchieren und einen geeigneten Experten anzumailen. Zumindest vormals geeignet, denn Umstrukturierungen werden bei der Bahn großgeschrieben und mein Ansprechpartner ist nicht mehr da. Pech für mich, gut für die Konzernkommunikation, denn die kriegt jetzt mit, um was es geht. Natürlich kann ich den Unmut verstehen. Eine 30köpfige Konzernkommunikation wird eine Daseinsberechtigung haben und ich weiß auch, dass die Außendarstellung kontrolliert verlaufen und jegliches Kommunikations-Chaos vermieden werden muss. Nur - so viel Kontrolle, Briefing und Abstimmung geht nicht unbedingt schnell: den ganzen Artikel lesen »
Pressetext Deutschland hat sich mir vorgestellt - als Alternative zu “einschlägigen Dienste wie ots, news aktuell und auch dpa” - nur eben “effizienter”, heißt es. Hoppla, habe ich da etwas nicht mitbekommen? ots steht für Originaltextservice und ist ein Angebot von news aktuell - und das ist wiederum ein Unternehmen der dpa, sozusagen der PR-Service der Deutschen Presseagentur. Die goldenen Zeiten der dpa mögen was die Finanzierung betrifft vorbei sein, aber für die Wertigkeit einer Nachricht ist das Kürzel dpa immer noch Gold wert. den ganzen Artikel lesen »
Das Mittelmaß gewinnt nie, weiß der Erfolgstrainer Hermann Scherer und rät dazu, endlich damit aufzuhören, so verdammt normal zu sein, voran- statt mitzumarschieren, das Unrealistische anzustreben statt das Realistische. Das gilt natürlich auch für Ihre Pressearbeit. Wer der Masse folgt, fällt nicht auf. Doch Vorsicht: Wer bewusst anders sein will, hat deshalb auch noch lange nicht Erfolg. Sie müssen auch signifikant besser, engagierter, hartnäckiger sein. den ganzen Artikel lesen »
Radio Energy macht Musik für die Zielgruppe zwischen 18 und 25 Jahren und der Unterhaltungschef muss Podcasts für das iPhone produzieren. “Obwohl ich so etwas gar nicht besitze”, gesteht er. Immerhin hat der Radiosender herausgefunden, dass die Hörer nicht nur Musik, sondern auch knackige Wortbeiträge hören wollen - zum Glück für die Zukunft der vielen Moderatoren! den ganzen Artikel lesen »
“Würden Sie mit Bürgerpiloten fliegen?”, fragt das”medium magazin” in seiner aktuellen Ausgabe, in der Internet-Pionier Andrew Keen erläutert, warum er gegen eine Demokratisierung der Medien und gegen Bürgerjournalismus ist. Klar, Journalisten, vor allem im Printbereich durchleben schwere Zeiten, bedroht von Stellenabbau, Umstrukturierungen und einer unendlich großen Konkurrenz. den ganzen Artikel lesen »
Ansprechpartner stimmt, das Betreff ist motivierend, das Thema eine Erfolgsstory aus dem Mittelstand und als solche biete ich sie der Wirtschaftswoche an. Per Mail, wie mich das Redaktionssekretariat bittet. Fünf Minuten später eine freundliche Antwort: Das sei eine Unternehmensgeschichte und damit nicht richtig im Ressort “fivetonine”, aber der Ressortleiter will es den Kollegen weiterleiten. Ich bedanke mich und füge noch einen Ansprechpartner aus dem Unternehmen hinzu. NIcht lange darauf eine zweite Mail, die aber nun nicht mehr freundlich. Da ich ja auch, wie meinem Blog zu entnehmen sei, PR mache, sehe man von der Weiterleitung ab. Ich greife zum Telefon: Der Redakteur ist auf 180, da hilft auch meine Entschuldigung nicht wirklich: “Machen Sie Ihre Hausaufgaben”, bellt er ins Telefon. Die Hausaufgabe lautet, PR-Themen nicht als journalistische Themen zu verkaufen und damit den eh schon belastenden Redakteur an der Nase herumzuführen. Als ob das meine Absicht gewesen wäre. Meine Absicht war, ein gutes Thema zu verkaufen. Aber Worte wie “Themenvorschlag”, “Geschichte eine Ein-Mann-Unternehmers” sind offenbar den freien Mitarbeitern vorbehalten. So hat der Ressortleiter meine Mail falsch abgelegt und erst meiner Antwort entnommen, dass ich im Auftrag des Unternehmens arbeite. Das macht ihn so richtig wütend, denn für PR hat er gar keine Zeit. Vor allem aber zeigt es, wie verwundbar das System ist: Weil freie Mitarbeiter nur schlecht bezahlt werden und dazu noch oft Nutzungsrechte abtreten müssen, die eine Zweitvermarktung ihrer Themen erschweren, besteht die Versuchung, noch mal direkt von der Wirtschaft zu kassieren.
Solch eine gefährliche Doppelstrategie kann ich mir allerdings nicht leisten. Sie würde über ein paar Klicks im Netz auch viel zu leicht auffliegen. Allerdings kann ich mir auch keine Mails leisten, die unter dem Stempel der PR gleich im Papierkorb oder auch Spamfilter landen. Was tun? Ich gelobe Besserung und mache meine Funktion zukünftig deutlicher. Aber auch die andere Seite darf ruhig dazulernen: Nicht jede Geschichte muss gleich Mist sein, nur weil eine Pressefrau auf sie gestoßen ist. Bitte liebe Redaktionen, trennt doch die Spreu vom Weizen bei den Inhalten und Themen und nicht bei Absenderadressen.
Der evangelische Pressedienst hat Klartext geschrieben. (Dank an Reik, der mich immer mit köstlichen und kostbaren Links versorgt). Übersetzungshilfen für den Fall, dass journalistische Berufseinsteiger auf Floskeln wie “das können wir weder bestätigen noch dementieren” oder “wir melden uns so schnell wie möglich” hereinfallen. Die erste Formel steht für: voll ins Schwarze getroffen, aber das haben Sie bitteschön nicht von uns. Die zweite: ob wir uns melden, hängt davon ab, ob wir Interesse daran haben, dass ein Statement von uns zu dem Sachverhalt erscheint oder nicht. Beliebt auch die Bitte um eine schriftliche Anfrage. Laut epd heißt dazu die Übersetzung:
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Stellen Sie die Anfrage schriftlich! Dann können Sie keine kritischen Nachfragen stellen. Außerdem haben wir sowieso schon eine Stellungnahme vorbereitet und wollen sichergehen, dass in allen Zeitungen auch wirklich Wort für Wort dasselbe steht. Fernsehinterviews geben wir eigentlich gar nicht, die Kollegen von “Zapp” haben das ja ein paarmal versucht… |
